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KriBi - Kritische Bildung

Postgasshalde 21

3011 Bern

info(at)kritische-bildung.ch

Bildungsangebote

Sie haben eine Projektidee? Wir helfen Ihnen bei der Planung und Realisierung. Wir können sowohl in anspruchsvollen Situationen eingreifen (Intervention), als auch durch Sensibilisierungsarbeit (Prävention) zu vorurteilsbewusstem und machtkritischem Handeln anregen. Ob für Schulen, Jugendtreffs, Organisationen oder sonstige Institutionen, wir haben ein geeignetes Angebot für Sie. Es ist uns ein Anliegen, den Unterricht gezielt auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Deshalb stellen wir nach einer vorgängigen Bedarfsanalyse aus unseren vielfältigen Methoden- und Themenschwerpunkten ein für Sie geeignetes Bildungsangebot zusammen.

 

Selbstbehauptung & Selbstverteidigung

Gewalt hat viele Gesichter. Es gibt Situationen, in denen wir uns behaupten müssen. In Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskursen werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in die effektivsten Selbstschutztechniken eingeführt und über ihre verhältnismässige Anwendung aufgeklärt. Der Unterricht eignet sich für alle. Inhaltliche Akzente werden entsprechend dem Alter, den körperlichen Voraussetzungen und den geschlechtsspezifischen Erfahrungswelten gesetzt. Unsere Methodik setzt sich aus der Vermittlung technischer Fertigkeiten und dem damit verbundenen psychologischen Hintergrundwissen zusammen. Mithilfe von Transfergesprächen wird ein Bezug zwischen den verschiedenen Übungsbeispielen und den eigenen alltäglichen Erfahrungen hergestellt.

Wir erarbeiten mit den Teilnehmenden Problemlösungen für die verschiedenen Eskalationsstufen:

  • Wahrnehmen – Verhinderung von Gewaltsituationen

  • Selbstbehauptung – Deeskalation von Gewaltsituationen

  • Selbstschutz – Verhältnismässigkeit im Umgang mit Gewaltsituationen

 

Unser Grundsatz: Die Entwicklung der Persönlichkeit ist nie abgeschlossen, wir wollen sie immer wieder von neuem stärken. Für den Aufbau einer umfassenden technischen Ausbildung beraten wir Sie gerne über verschiedene Möglichkeiten und Angebote.

Sexualpädagogik

 

Sexuelle Erfahrungen und Sexualität im Allgemeinen spielen eine zentrale Rolle in der Identitätsbildung. Sexuelle Erlebnisse oder Erwartungen an solche Erfahrungen können bereichern, beglücken, erfreuen, aber auch beängstigen, verunsichern oder verletzen. Dieses Spannungsfeld und die Unterschiedlichkeit der damit zusammenhängenden Gefühle stellen eine grosse Herausforderung für die Pädagogik dar.
Als externe Fachpersonen bieten wir eine wirkungsvolle Ergänzung zum regulären Aufklärungsunterricht und unterstützen damit Kinder und Jugendliche in ihrer sexuellen Sozialisation. Wir bearbeiten aktuelle Fragen und regen mithilfe von spielerischen Übungen zum Nachdenken an. In unserem sexualpädagogischen Unterricht lassen wir auch Elemente aus anderen Bildungsangeboten einfliessen (Selbstbehauptung und Selbstverteidigung, Social Justice und Diversity Trainings).

Unser sexualpädagogisches Angebot ist menschenrechtsbasiert und orientiert sich u.a. an der Definition von sexueller Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation WHO:


[Sexuelle Gesundheit] ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen. Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden.
    
Eine detaillierte Übersicht der inhaltlichen Schwerpunkte finden Sie hier.

Neu bieten wir auch das Präventionsprogramm «Herzsprung – Freundschaft, Liebe, Sexualität ohne Gewalt» an. Ausführliche Informationen dazu finden sie auf der Herzsprung-Webseite.

 

Social Justice & Diversity Training

Das „Social Justice und Diversity Training“ ist ein ursprünglich aus den USA stammendes Bildungs- und Trainingskonzept, welches dazu beitragen soll, sich Vorurteilen bewusst zu werden, die Funktionsweisen von Diskriminierung zu verstehen und Stereotypen zu reflektieren. Somit kann die eigene Verwobenheit erkannt werden, um gemeinsam Handlungsoptionen zur Überwindung jeglicher Art von Diskriminierung zu erarbeiten. Das Social Justice und Diversity Training setzt sich mit verschiedenen Diskriminierungsformen jeweils auf der individuellen, strukturellen sowie kulturellen Ebene auseinander und eignet sich für alle Altersstufen.

Bildungsveranstaltungen werden spezifisch auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten. Es können sowohl einzelne Module als auch das „Social Justice und Diversity Training“ als ganzheitliches Angebot durchgeführt werden. In jedem Training werden ausgewählte Themenschwerpunkte vermittelt. Hierbei führen wir eigens dazu entwickelte Übungen durch und geben theoretische sowie historische Inputs.

Die einzelnen Module im Überblick:

  • Sexismus (Diskriminierung von Frauen*)

  • Heterosexismus (Diskriminierung aufgrund von sexueller Lebensweise)

  • Cis-Sexismus (Diskriminierung aufgrund von Geschlechtsidentität)

  • Ableismus ("Behinderten"-feindlichkeit)

  • Altersdiskriminierung (Diskriminierung von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen)

  • Antisemitismus (Diskriminierung von Jüd*innen)

  • Islamophobie (Diskriminierung von Muslim*innen)

  • Rassismus (Diskriminierung von nicht-weissen Personen / POC*)

  • Antiziganismus (Diskriminierung von Sinti, Roma und Jenischen)

  • Klassismus (Diskriminierung aufgrund von Schichtzugehörigkeit)

  • Regionalismus (z.B. Röstigraben)

  • Lookismus (Diskriminierung aufgrund der äusseren Erscheinung)

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